Johanniskraut - Hypericum perforatum

Familie der Johanniskrautgewächse

 

Tüpfelkraut, Sonnwendkraut, Hexenkraut, Blutkraut, Frauenkraut, "Arnika der Nerven"

 

Wie erkenne ich das Johanniskraut?

Das Johanniskraut ist eine bis zu 50cm hohe, im oberen Bereich buschig verzweigte Pflanze mit zweikantigen, markgefüllten Stängeln.  Die eiförmig bis länglich-ovalen Blätter sind immer paarweise gegenüber am Stängel angeordnet und haben einige dunkle und im Gegenlicht viele durchscheinende Pünktchen. Die fünfzähligen, sternförmigen Blüten leuchten goldgelb in üppigen Scheindolden.

 

Was gibt es Wissenswertes über das Johanniskraut zu erzählen?

Überall dort, wo viel Sonne hinkommt, ist auch das Licht liebende Johanniskraut. Mit der Sonne hat diese Pflanze viel gemeinsam: Seine Blüten sehen wie kleine Sonnenräder aus, die zahlreichen Staubfäden strahlen wie Funken, die Blätter erscheinen gegen das Sonnenlicht gepunktet, die Pflanze blüht zur Zeit der längsten Sommertage und die Kraft des gesammelten Sonnenlichts lässt sich in heilsames Öl oder blutrote Farbe verwandeln. Das klingt alles sehr magisch und ist es auch ein bisschen, zumindest zur Zeit der Sonnenwende. Gegen das Licht gehalten scheinen die Blätter hell punktiert, wie von einer Nadel durchstochen. Diese Tüpfel sind aber helle, geschlossen Bereiche im Blatt, in denen sich farbloses, ätherisches Öl sammelt. Dies ist ein gutes Bestimmungsmerkmal für das Echte Johanniskraut. Der Sage nach hat der Teufel aus Wut alle Blätter des Johanniskrautes durchstochen, auf die sich ein Mädchen, welches er in seine Gewalt bringen wollte, gerettet hatte. Schon mit bloßem Auge, besser allerdings mit einer Lupe, sind auf den gelben honig-duftenden Kronblättern der Johanniskrautblüten dunkle Punkte erkennbar. Dabei handelt es sich um Ansammlungen des dunkelrot gefärbten, ätherischen Johanniskrautöls. Zerreibt man die Blüten zwischen den Fingern, färben sich die Fingerkuppen rot wie Blut.

Das Johanniskraut macht lichtempfindlich und sollte daher nicht angewendet werden, wenn man in die Sonne geht. Außerdem kann es die Einnahme von Medikamenten beeinflussen, besonders bei der Einnahme der Pille ist Vorsicht geboten!

 

Naturheilkunde

Nervenstärkend, entzündungshemmend, krampflösend, verdauungsregulierend, stimmungsaufhellend (natürliches Antidepressivum), bei Schlafstörungen, Kreislauf anregend, äußerlich angewendet unterstützt es die Wundheilung, bei Verbrennungen, Verstauchungen, Quetschungen und Krampfadern.

 

 

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