Fichte - Picea abies

Wie eine Lichtsäule, die zum Himmel reicht, so ist die Fichte. Früher wurde sie vor allem wegen ihrer mütterlich-schützenden und lebenserhaltenden Kraft geschätzt. „Guten Morgen Frau Fichte, hier bring ich dir die Gichte“ – so soll ein Rheumakranker seine Schmerzen dem Baum weitergeben.

Die Fichten scheiden meist zähflüssiges Harz an Wunden am Stamm aus. Frisches und flüssiges, meist hellgelbes Harz bezeichnet man als Terpentin. Dieses härtet an der Luft immer mehr aus und wird zu braunem Harz. Bis heute wird es gesammelt und in Heilsalben verarbeitet.

Waldweihrauch oder Bayerischer Weihrauch wird das Fichtenharz auch genannt. Beim Räuchern entwickelt es einen grünen, leicht süßlichen Duft. Es wärmt, befreit, macht das Herz weit und vermittelt Geborgenheit. Der Duft lässt uns freier atmen, er stärkt die Nerven und fördert unsere Konzentrationsfähigkeit. Durch die antiseptische Wirkung wird die Luft von Krankheitskeimen gereinigt.

Bei einem Waldspaziergang kann man sich etwas Gutes tun, indem man hin und wieder ein erbsengroßes Stück Harz zur Stärkung kaut, das hat schon Pfarrer Kneipp empfohlen. Das ist besonders gut für Menschen, die etwas schwach auf der Brust sind – zur Stärkung und zum Aufbau des Immunsystems.

 

„Klingender Wegbegleiter und uralter Schutz“

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