GEWÖHNLICHE BRENNNESSEL     Urtica dioica

Hanfnessel, Saunessel, Donnernessel                            Familie der Brennnesselgewächse

 

Wie erkenne ich die Brennnessel?

Die gewöhnliche Brennnessel wird bis über 1m hoch. Die Brennnesselwurzeln kriechen gerne unter der Erde und sind stark verzweigt. Der vierkantige Stängel hat kurze Borsten und Brennhaare. Die länglich-herzförmigen Blätter haben einen eingesägten, „gezähnten“ Blattrand. Wenn die Brennnessel zu blühen beginnt, reifen an ihren Fäden die Früchte, die sogenannten „Nüsschen“ heran.

 

Was nehme ich von der Brennnessel?

In der Küche werden vor allem die Blätter verwendet, aber auch die Nüsschen können über den Salat oder die Suppe gestreut werden, sie sind wahre Kraftspender. Aus den Stängeln wird teure Brennnessel-Seide hergestellt.

 

Was gibt es Wissenswertes über die Brennnessel zu erzählen?

Die Brennnessel brennt wegen der Brennhärchen, die bei der kleinsten Berührung abbrechen. Der Rest, der am Blatt sitzt funktioniert jetzt wie eine Spritze und spritzt Ameisensäure-Mischung in die Haut. Wenn man von unten nach oben über die Brennnesseln streicht, brechen die Härchen nicht ab und es brennt nicht. Um die Brennnessel in der Küche zu verwenden einfach mit einer Teigrolle einmal darüber fahren, dann brechen die Härchen ab und können nicht mehr brennen.

Auf der anderen Seite ist so ein bisschen „brennnesseln“ sehr gesund, es regt die Durchblutung an und bringt Schwung in unseren Körper – man spürt sich und fühlt sich a bisserl belebt. Die Mönche haben sich früher mit Brennnesseln gepeitscht, um unreine Gedanken aus dem Kopf zu bekommen. Noch heute wird die Brennnessel in der Volksheilkunde bei Gicht verwendet. Einfach mit frischen Blättern einen Umschlag machen oder über die Hände streifen.

 

Naturheilkunde

Die Brennnessel ist eine hervorragende Stoffwechsel-Pflanze. Vor allem als Frühjahrskur wirkt sie Wunder, indem sie all die Schlacken des Winters aus dem Körper ausspült. Besonders reich ist sie an Vitamin C, Eisen, Kalium und Magnesium.

Man kann sie als Brennnesseltee trinken, im Salat, in der Suppe und wie Spinat essen. Gut gewürzt und mit zusammen mit anderen Kräutern schmeckt das alles wunderbar und gibt frische Kräfte.

Brennnesseltee ist ein beliebter Tee zur Entschlackung und Anregung des Stoffwechsels. Man muss jedoch unbedingt darauf achten, dass man mindestens die gleiche Menge Wasser trinkt, wie Brennnesseltee, da er stark entwässert – sonst verliert man zu viel Wasser – also immer wieder den Wasserhaushalt auftanken.

 

 

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